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ITM: 50 Jahre Experimentiertheater – Update (21.1.)

Update: Die Aufzeichnung des Projekts »Hoppla, wir leben immer noch!« ist online.

Am 25. Februar 1970 wurde zur Eröffnung des Experimentiertheaters auf dem Gelände der Philosophischen Fakultät an der Erlanger Bismarckstraße 1 die „Deutsche Nachkriegserstaufführung“ von Ernst Tollers „Hoppla, wir leben“ aus dem Jahr 1927 realisiert. Seither wird dort „Wissenschaftliches Theater“ (so eine Formulierung in einem damaligen Zeitungsartikel der Erlanger Nachrichten) gemacht. 50 Jahre später macht es sich das Institut für Theater- und Medienwissenschaft der FAU zur Aufgabe, der Vielfalt und Vielschichtigkeit des Experimentiertheaters und der dort angesiedelten Praktiken nachzuspüren.

Nach zwei Veranstaltungen am Beginn des Jahres 2020, die sich der Geschichte und aktuellen Frage- und Problemstellungen des Theaters im Allgemeinen sowie des Experimentiertheaters im Besonderen widmeten (siehe unten), mussten die weiteren Planungen aufgrund der Corona-Pandemie ausgesetzt werden. Auf dieser Website werden einige der Aktivitäten, die im Laufe des Jahres fortgeführt wurden, in digitaler Form dokumentiert und im Laufe des Wintersemesters 2020/21 nach und nach veröffentlicht.

Den Auftakt bildet eine multimediale Projektarbeit von Elisa Memaj (Studentin im Bachelor-Studiengang Theater- und Medienwissenschaft), die – wie das folgende Projekt – im Rahmen des Seminars unter der Leitung von André Studt entstanden ist. Sie basiert auf der Recherche nach Zeitungsartikeln über das Experimentiertheater im Archiv der Erlanger Nachrichten. Fünf ausgewählte Kritiken fungieren als Ausgangspunkt für erst geschriebene, dann gesprochene Texte über die einzelnen Jahrzehnte. Fünf fiktionale Figuren – jede repräsentativ für ein Jahrzehnt – monologisieren jeweils über eine Theaterkritik zu einer Aufführung im Experimentiertheater. Hier geht es zur Projektseite.

Die Instagram-Seite »50jahreexerlangen« vemittelt sukzessive einen Eindruck davon, wie ein halbes Jahrhundert Theater in einem Untergeschoß in der Erlanger Bismarckstraße auf die aktuelle Generation von Studierenden am Institut für Theater- und Medienwissenschaft gewirkt hat. Hier geht es zur Instagram-Seite.

Die Eröffnungspremiere des Experimentiertheaters am 25. Februar 1970 fand mit der »Deutschsprachigen Nachkriegserstaufführung« von Ernst Tollers Zeitstück »Hoppla, wir leben!« von 1927 statt – Anlass genug, es zum 50-jährigen Jubiläum im Rahmen eines Projektseminars (Leitung: Dr. Hans-Friedrich Bormann) wiederaufzugreifen. Im Zeichen der Corona-Pandemie fand »Hoppla, wir leben immer noch!« in Form einer Leseperformance per ZOOM statt; diese ist als Aufzeichnung auf der Projektwebsite verfügbar.

Veranstaltungsarchiv

Am Donnerstag, den 30. Januar 2020, 20.15 Uhr hat das Interdisziplinäre Zentrum Ästhetische Bildung der FAU zu einer Buchvorstellung und Podiumsdiskussion eingeladen, die sich der Geschichte sowie aktuellen Frage- und Problemstellungen des Theaters widmet. Zum einen wurde dort die Publikation Theater in Erlangen vorgestellt, die aus der gleichnamigen IZÄB-Ringvorlesung im Sommersemester 2019 hervorgegangen ist, in der auch die Geschichte des Experimentiertheaters wiederholt thBerichterstattung in den Nürnberger Nachrichten vom 1. Februar 2020ematisiert wurde. Zum anderen wird auf einem hochkarätig besetzten Podium über Themen und Strategien für das Theater der Gegenwart (nicht nur) in der Metropolregion diskutiert – u.a. mit Philipp Löhle, einem Absolventen des ITM, der mit Loga oder der tägliche Tod 2004 sein Debüt im »Ex« realisierte – und der gegenwärtig zu den meistgespielten Autoren des zeitgenössischen Theaters gehört. Eine Videoaufzeichnung und weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier.

Am Mittwoch, den 5. Februar 2020, 20.00 Uhr widmet sich die Lecture Studiobühne und Experimentiertheater – Stationen einer Beziehung jener Konstellation, die das »Ex« besonders an seinem Beginn geprägt hat. Sarah Dönges (Studierende im Masterstudiengang Theater- und Medienwissenschaft sowie Mitglied der Studiobühne) und André Studt (verantwortlicher Dozent des ITM für das Experimentiertheater) versuchen sich an einer Rekonstruktion dieses Verhältnisses und fragen nach seiner Gegenwart und Zukunft.

Aufforderung zur Mitarbeit

Das ITM wird sich – über das Jubiläumsjahr hinaus – dem »Ex« in einem theaterhistorischen Forschungsprojekt widmen. Wir möchten diejenigen, die sich diesem Ort verbunden fühlen und in deren Archiv sich noch Materialien zu seiner Geschichte befinden (z.B. Programmhefte der Produktionen, Fotografien sowie filmische Dokumente, Zeitungskritiken oder persönliche Erlebnisberichte), einladen, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Bitte sprechen Sie uns auf den Veranstaltungen an oder nutzen Sie die folgende Email-Adresse zur Kontaktaufnahme: itm-ex50[at]fau.de . Vielen Dank!