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Tagung »Horror – Medien – Räume« – Veranstaltungsabsage

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation und der damit verbundenen einschneidenden Maßnahmen und nachdrücklichen Warnungen haben wir uns, die Gesundheit und Reisebedingungen der Konferenzteilnehmer*innen und -gäste vor Augen, für eine Absage des aktuellen Tagungstermins entschieden. Wir möchten die Veranstaltung in jedem Fall gerne an einem späteren Termin und möglichst mit einem unveränderten Programm stattfinden lassen. Wir werden die kommenden Entwicklungen beobachten und hoffen, zu gegebener Zeit einen Nachholtermin über die einschlägigen Kanäle verkünden zu können. Wir hoffen auf Verständnis und wünschen für die kommenden Wochen beste Gesundheit und alles Gute!

Mediale Phänomene des Horrors sind heutzutage so en vogue wie vielleicht noch nie. Trotz der Masse und Aktualität der Phänomene – bei ihrer gleichzeitig reichhaltigen historischen Tradition –  werden diese in der akademischen Forschung nach wie vor eher stiefmütterlich behandelt. Die Tagung möchte diese Forschungslücke schließen und sich aus einer breiten, medienkulturwissenschaftlich ausgerichteten Perspektive den wechselseitigen Einflussnahmen und Interferenzen von Medien, Horror und Räumlichkeit auf verschiedenen Ebenen widmen. Dabei besteht ein wesentliches Ziel der Veranstaltung darin, die zentralen gesellschaftlichen Funktionen und ideologischen Einschreibungen von medialen Horror-Räumen herauszuarbeiten. Zunächst stellt sich die Frage nach Topographien des Horrors (Friedhöfe, Krankenhäuser, Psychiatrien oder Laboratorien…) und den gesellschaftlichen Diskursen und Bedeutungen, die in diesen symbolischen Orten kulminieren. Diese räumlichen Konstellationen unterliegen historischen Entwicklungen und medial unterschiedlichen Inszenierungsweisen. Dabei müssen auch die medialen Dispositive in den Blick genommen werden. Denn diese konstruieren eigene, dispositive Räume, die auf die Wahrnehmung der Rezipient*innen Einfluss nehmen. Die Geschichte der Horrormedien kennt wiederum etliche explizite (Selbst-)Reflexionen solcher medialer Raumanordnungen. Mediale Horrorräume präsentieren sich außerdem in verschiedenen kulturellen Räumen jeweils unterschiedlich, worauf insbesondere eine kulturvergleichende Perspektive hinweist. Schließlich lässt sich Horror auch auf theoretischer Ebene mit räumlichen Dimensionen zusammendenken; hierzu ist eine Relektüre und Reevaluation theoretischer Ansätze nötig

Die Tagung ist interdisziplinär ausgerichtet und adressiert Wissenschaftler*innen aus der Medien-, Kultur-, Film-, Literatur- oder Theaterwissenschaft, der Kunstgeschichte u.a.

Organisation und Kontakt: Dr. Peter Podrez (FAU) / Dr. Martin Hennig (Universität Passau)
Veranstaltungsort: Experimentiertheater, Bismarckstraße 1, 91054 Erlangen

Informationen zu Ablauf und Programm: Download Flyer.